22. Oktober 2019 Arbeitswelt & Bildung Spa Management

Umfrage zum Gehalt: was verdient man in der Wellness- und Spa-Branche?

Die Gehaltsfrage ist ein entscheidendes Kriterium für die persönliche Berufs- und Arbeitgeberwahl. Verlässliche Aussagen zum Verdienst sind dabei eher selten. Insbesondere in der Spa- und Wellnessbranche gibt es kaum allgemein gültige Daten zum Durchschnittseinkommen. Aus diesem Grund führt die IST-Hochschule für Management derzeit eine Studie mit Umfrage zum Einkommen in der Branche durch. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass die Höhe des Gehalts von mehreren Faktoren abhängt, wie etwa von bestimmten nicht-monetären Zusatzleistungen.

Die IST-Hochschule für Management führt derzeit eine Studie zum Branchenkongress durch. Foto: IST-Studieninstitut

Die IST-Hochschule für Management führt derzeit eine Studie zum Branchenkongress durch. Foto: IST-Studieninstitut

Orientierung bei Gehaltsverhandlungen

Für Arbeitnehmer*innen ist es nicht einfach, Informationen zum durchschnittlichen Gehalt in der Branche zu finden um sich somit eine Orientierung im Vorfeld von Gehaltsverhandlungen zu verschaffen. Bei der Plattform Gehalt.de sind keinerlei Infos zu Branchengehältern auffindbar. Eine Studie von BBE media, Konen & Lorenzen Recruitment Consultants und Yourcareer Group GmbH ermittelte in 2015 immerhin ein durchschnittliches Spa-Manager Gehalt von 39.046 Euro brutto jährlich. Auf der Jobbörse Stepstone.de wird das Jahreseinkommen von Spa-Managern durchschnittlich mit 35.400 Euro brutto angegeben. Die obere Verdienstgrenze liegt bei 40.400 Euro, das Mindesteinkommen bei ca. 28.700 Euro im Jahr.

Faktoren, die das Gehalt beeinflussen

Bisher kann keine allgemeingültige Aussage zum Durchschnittseinkommen getroffen werden. Dabei ist diese Kennzahl gleichermaßen interessant für Arbeitgeber*innen und -nehmer*innen. Einsteiger*innen wie auch Expert*innen brauchen einen realistischen Richtwert, mit dem sie in die Gehaltsverhandlungen bei Vorstellungs- oder Mitarbeitergesprächen gehen können. Auch Arbeitgeber*innen können so besser einschätzen, ob sie mit ihrem Budget noch adäquates Personal bekommen, oder – je nach Qualifikation – sogar zu tief in die Tasche greifen.

Welche Rolle das Gehalt für die Generationen X, Y und Z überhaupt noch spielt, wird häufig diskutiert. Viele meinen: schon längst geht es jüngeren Generationen nicht mehr nur um das Geld. Auch bestimmte Zusatzleistungen von Unternehmen locken Nachwuchstalente an: flexible Arbeitszeitmodelle, ein Job-Ticket oder eine kostenfreie Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass gerade in Großstädten die Mieten immer weiter steigen und dabei schnell die Hälfte des Gehaltes auffressen.

Wie ein fairer Verdienst für Spa-Manager*innen aussieht, hängt folglich von örtlichen oder regionalen Gegebenheiten ab. Auch die Kaufkraft, die mit dem Gehalt erzielt werden kann, spielt eine Rolle. Um endlich genauere Aussagen zum Branchenverdienst treffen zu können, hat die IST-Hochschule für Management eine umfassende Umfrage für Fachkräfte und Unternehmen entwickelt.

Die Umfrage der IST-Hochschule für Management zum Thema Gehalt in der Spa- und Wellness-Branche

Mit 23 Fragen untersucht die aktuelle Studie zahlreiche Abhängigkeiten, um künftig für bessere Anhaltspunkte zur Gehaltsgestaltung und den Verdienstmöglichkeiten zu sorgen. Das beginnt schon mit einer genaueren Abstufung des Begriffes „Spa-Manager/-in“: handelt es sich um eine Position als Junior Spa-Manager/-in oder eine leitende Position als Spa-Director/-in? Zudem wird unter anderem die Art der Beschäftigung, der Arbeitsort, die Ausbildung und Qualifikation, die Verantwortlichkeiten, die erzielten Umsätze sowie die Berufserfahrung hinterfragt.

Es geht auch um die Arbeitsbedingungen. Rund 40.000 Euro jährlich sind laut stepstone.de die obere Gehaltsgrenze. Wer 38 Stunden in der Woche arbeitet, wird damit womöglich auch gut dar stehen. Doch unbezahlte Überstunden steigern die Wochenarbeitszeit, schmälern den Stundenlohn und somit den wahrgenommenen Wert des Einkommens. Ob es überhaupt einen Freizeitausgleich bei Überstunden gibt, was der/die Arbeitgeber*in über seine/ihre gesetzlichen Pflichten hinaus für die Gesundheit seiner Mitarbeiter*innen tut oder ob es den Mitarbeiter*innen wichtiger ist, ihren Hund mit zur Arbeit zu bringen, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Umfrage.

Aufruf zur Teilnahme – je mehr mitmachen, desto besser das Studienergebnis!

Also, liebe Branchenvertreter: lasset uns gemeinsam schauen, was die Branche verdient. Und an die Arbeitgeber*innen unter euch, lasst uns herausfinden, wie wir gemeinsam Mitarbeiter*innen leistungsgerecht entlohnen, motivieren und so ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen können. Vielleicht wäre die Kostenübernahme der nächsten Weiterbildung für die Mitarbeiter*innen ja eine willkommene Anerkennung bisheriger Leistungen oder gar eine Investition in die erwartete Leistungsentfaltung nach abgeschlossener Qualifikation?

Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich als Branchen-Insider an unserer Umfrage beteiligen und Sie dem Markt, gemeinsam mit allen teilnehmenden Kolleg*innen, eine verlässliche Orientierung im Gehälter-Dschungel bieten. Die Erhebung ist selbstverständlich anonym. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und die Ergebnisse, von denen wir gemeinsam profitieren werden.

Hier geht es zur Umfrage „Gehaltsstudie Spa-Management“


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